Leinölpasten

Die Grundlage für eine gute und haltbare Leinölfarbe ist die Pigmentpaste. Alle unsere Pigmentpasten wurden auf einem Dreiwalzenstuhl verrieben. Der Reibevorgang ist essenziell für eine langanhaltende Qualität einer Leinölfarben. Wir haben über 50 verschiedene Farbpasten aus denen wir oder Sie Leinölfarbe frisch herstellen können.

Frei von Lösemitteln, Harzen oder anderen Zusätzen wird unsere Leinölpaste aus hochwertigem Leinöl und reinen Pigmenten hergestellt. Die Pigmente werden vor dem Reibevorgang in gebleichtem Leinöl geschlämmt. Hier wird das Pigment schon vorab gesättigt. Jedes Pigment benötigt je nach Korngröße eine bestimmte Menge Öl. Nach dem Schlämmen wird diese Masse/ der Pigmentteig in dem Dreiwalzenstuhl verrieben. Bis zu 5 mal wird der Teig durch den Dreiwalzenstuhl getrieben. Die unterschiedlich großen Walzen drehen sich unterschiedlich schnell, die Abstände zwischen den Walzen variieren, genauso die Richtung in die sie sich drehen. Das Pigment, umschlossen vom Öl wird hohem Druck ausgesetzt. Das Öl wird dabei bis in den Kern gepresst und geht die idealste Verbindung ein. Gleichzeitig wird das Pigment zerstossen und feiner. Grobkörnige Pigmente, wie die Erdpigmente werden so zu einer feinen, homogenen Paste verarbeitet.
Unser Pastenlieferant Linolie og Pigment aus Dänemark (früher: Original Linoliemaling), ist eine etablierte dänische Manufaktur. Die Pasten werden hier nach bewährten Rezepten, die seit Generationen traditionell weitergegeben wurden, auf einem Dreiwalzenstuhl verrieben. Die geriebene Paste ist die ideale Grundlage zum Anrühren einer Leinölfarbe. So können Sie Ihre Farbe nach eigenen Kriterien anrühren, den Ölanteil selber bestimmen und an ihre Untergrund anpassen.
Sie bestimmen die Menge an Leinöl und ob Sie zusätzlich Trocknungsbeschleuniger beifügen wollen und wissen so ganz genau, was Sie in den Händen halten.

Leinölpasten sind in Leinöl geriebene Pigmente. Verrührt man Pigmente mit Leinöl, erhalten Sie eine grobkörnige Masse. Aus dieser Masse eine Farbe herzustellen, würde eine Leinölfarbe ergeben, die recht schnell verkreidet. Das Leinöl legt sich um das Pigmentkorn, aber eine ausreichende, langlebige Verbindung ergibt sich nur, wenn man mit Druck das Öl bis in den "Pigmentkern" drückt. Um eine homogene, glänzende und qualitativ hochwertige Leinölpaste herzustellen, sollte man das Leinöl mit dem Pigment verreiben. Unsere Pasten werden auf einem Dreiwalzenstuhl verrieben. Der Dreiwalzenstuhl besteht aus drei unterschiedlich großen Walzen. Diese drehen sich unterschiedlich schnell und auch in entgegengesetzte Richtungen. Der Abstand zwischen den Walzen variiert zusätzlich. Die Pasten werden mehrfach durch den Walzenstuhl getrieben. Während dieses Prozesses verändert sich die Paste zusehens. Sie gewinnt stark an Glanz und wird homogener in der Konsistenz. Unser Lieferant arbeitet mit bewährten Rezepturen und verfügt über jahrzehntelanger Erfahrung. Schon beim Verreiben der Pasten ist es wichtig, genau zu wissen, wie viel Leinöl jedes Pigment benötigt. Auch unterscheidet sich die Reibedauer von Pigmentpaste zu Pigmentpaste. Die Qualität der Pigmente und des verwendeten Öls sind entscheidend für die Haltbarkeit und Langlebigkeit der Pasten und der daraus hergestellten Farbe. Die Konsistenz der Pasten ist so unterschiedlich, wie die Eigenschaften jedes einzelnen Pigmentes, aber generell vergleichbar mit der einer Künstlerfarbe aus der Tube. Anders als die Künstlerfarben sind unsere Pigmentpasten frei von Wachsen und Harzen. Bevor sich die Pasten als Farbe einsetzen lassen, müssen sie mit Leinöl verrührt werden.

Mit dieser Anleitung können Leinölfarbe aus unseren in Öl geriebenen Farbpasten herstellen.

Schritt 1

Füllen Sie die gewünschte Menge an Farbpaste in einen geeigneten Behälter. Klopfen Sie den Behälter leicht, z.B. auf einer Tischoberfläche, bis die Farbpaste eine ebene Oberfläche bildet. 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 2 

Die fertige Leinölfarbe besteht aus einem gleichwertigen Gemisch von gekochtem Leinöl (auch Leinölfirnis genannt) und pigmentierter Paste. Um die Pastenmenge leichter bestimmen zu können, kann man einen hölzernen Rührstab senkrecht in die Farbpaste halten. Am Holzstab lässt sich die Menge der Paste ablesen. Verdoppeln Sie die Menge und markieren Sie dann diese mit einem Strich auf dem Stab.

 

 

 

 

 

 

Schritt 3

Nun fügt man das gekochte Leinöl zur Farbpaste. Dafür kippt man es in kleinen Mengen in den Behälter und rührt Paste und Leinöl gut zusammen. Enthält der Behälter so viel Farbe wie am Holzstab markiert, ist die Leinölfarbe fertig.

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 4


Die Leinölfarbe ist jetzt anwendbar. Das Streichen kann beginnen!

 

 

 

 

 

 

 

 

Praktisches im Umgang mit Leinölpaste

 
Übrig gebliebene Leinölpaste lässt sich gut aufbewahren, wenn sie  z.B. in ein Marmeladenglas umgefüllt wird. Wichtig ist, das Glas bis zum Rand zu befüllen. Bei Berührung mit Luft bildet sich sonst eine Haut auf der Oberfläche der Paste. So ist die Farbpaste über viele Jahre haltbar.